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Seminar gegen Rechtsextremismus auf dem Golm, Usedom, 16.-18.11.2007
Unter dem Motto "Zeichen setzen gegen Rechtsextremismus" trafen sich zum Wochenende um den Volkstrauertag, vom 16. bis 18. November 2007, jugendliche Vertreter der Jugendarbeitskreise aus ganz Deutschland auf der Kriegsgräber- und Gedenkstätte Golm auf Usedom.
Denkmal

Auch fünf JAKler aus Nordrhein-Westfalen machten sich auf den weiten Weg nach Mecklenburg-Vorpommern, um an diesem Seminar teilzunehmen.
Nach einer thematischen Einführung am Freitagabend beschäftigten sich die etwa zwei Dutzend Interessierten samstags mit den Hintergründen, Ursachen und Folgen von Rassismus, Rechtsextremismus und Diskriminierung. Aufbauend auf einem Film des NDR wurden sie durch Referenten, die lokal gegen Rechtsextremismus aktiv sind, über die Situation auf Usedom und in Mecklenburg-Vorpommern informiert.

Anschaulich erläuterte auch Dr. Nils Köhler, Leiter der Jugendbegegungsstätte, die Möglichkeiten und vor allem die Grenzen der Arbeit gegen extremistische Weltanschauungen. Er zeigte die Probleme auf, die es in den vergangenen Jahren auch auf der Kriegsgräberstätte Golm und vor allem am Volkstrauertag mit extremistischen Gruppen gegeben hatte.
Es entstand eine interessante Diskussion zwischen Seminarteilnehmern und -leitern bezüglich der Aktionen gegen Diskriminierung und Rassismus.
Vorbereitung der Gedenkfeier

Im Anschluss arbeiteten die Jugendlichen in Kleingruppen an Illusionen für futuristische Volkstrauertagsveranstaltungen ohne Grenzen. Es entstanden sehr interessante und phantasiereiche Vorstellungen, die die Gruppen in verschiedenen Formen präsentierten. Dabei entwickelten sie Ideen für friedliche Versammlungen in der Zukunft ohne Zeit- und Sprachprobleme und ohne Diskriminierung und Unterdrückung. Trotz aller Phantasien kamen die Gruppen zu einigen Ergebnissen, die sie für die Gedenkveranstaltung am nächsten Tag nutzen wollten.

Zur Trauerfeier am Sonntagnachmittag waren über einhundert Besucher gekommen. Die Seminarteilnehmer stellen in einem Vortrag ihre Wünsche für eine friedliche Zukunft vor. Zuerst erklärten zwei der Teilnehmer, was das Seminar zu bedeuten hatte und was die Ergebnisse waren. Anschließend präsentierten die anderen ihren persönlichen Anfang für den Frieden. Jeder erklärte, was er oder sie ohne große Schwierigkeiten jeden Tag dafür tun kann. Diese Ideen wurden auf bunten Zetteln an eine Wäscheleine gehängt, sodass am Ende des Vortrages eine lange Leine voller kleiner Aktionen gegen Krieg, Diskriminierung, Rassismus und für Frieden und Gleichberechtigung sichtbar wurde.
Kranzniederlegung

Auch alle Anwesenden wurden eingeladen, im Anschluss an die Trauerfeier ihre persönlichen Ideen auf ein großes Plakat zu schreiben.
Dieser Beitrag passte sehr gut zu den anderen Vorträgen und den Reden der Volkstrauertagsveranstaltung und auch die Arbeit des JAK wurde gut angenommen.
Außerdem konnten alle Seminarteilnehmer sehr zufrieden mit der Arbeit sein, denn es hatte an diesem Wochenende keine Konfrontationen mit Rechtsextremen gegeben und auf der Kriegsgräberstätte hatte kein Aufmarsch solcher Anhänger statt gefunden.
Die Gedenkstätte


Das Seminar war nicht nur inhaltlich, sondern auch mit dem Aspekt der Zusammenarbeit auf Bundesebene sehr erfolgreich verlaufen.
Svenja Wildfeuer
Letzte Aktualisierung: Sonntag, 30.07.2017, 14:48 Uhr