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Arbeitseinsatz in Wewelsburg, 19.05.2008
Am 19. Mai 2008 fand erneut ein Workcamp am ehemaligen Schießstand der SS in Wewelsburg statt mit dem Ziel, wieder ein Stückchen mehr Vergangenheit freizulegen.

Der 1941 angelegte Schießstand wurde mit Hilfe von Häftlingen des nahe gelegenen Konzentrationslagers Wewelsburg-Niederhagen erbaut und diente den SS-Wachmannschaften als Gelände für Schießübungen. Der Schießstand ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Ort von Exekutionen an Gestapo-Gefangenen und mit Sicherheit einer Massenerschießung im März 1945 gewesen. Der Schießstand wurde anschließend zwischen 1945 und 1948 teilweise zerstört und mit allerlei Materialien vor allem Bauschutt zugeschüttet. Die Natur tat ihr Übriges.

Zukünftige Erzieherinnen und Erzieher des Leo-Sympher-Berufskollegs Minden und ihr Begleitlehrer, Mitglieder des Jugendarbeitskreises Paderborn des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. sowie Norbert Ellermann vom Kreismuseum Wewelsburg, der zugleich Leiter des Jugendarbeitskreises ist, räumten nun den nicht dort hingehörenden Schutt der Vergangenheit weg und entfernten Brennnesseln, um die Wege für Besucher besser begehbar zu machen. Seit dem letzten Jahr befindet sich an diesem Ort des Terrors in der NS-Zeit eine Hinweistafel, die Auskunft über diese Anlage gibt.

Insgesamt waren vierzehn Personen beim Workcamp im Einsatz, die alle reichlich zu tun hatten, so dass das gemeinsame Abendessen zum Abschluss besonders gut schmeckte. Das nächste Workcamp ist bereits in Planung.
Norbert Ellermann
Letzte Aktualisierung: Sonntag, 30.07.2017, 14:48 Uhr