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JAK Herbsttreffen in Münster, 18.-20.10.2013
Das alljährliche Herbsttreffen des Jugendarbeitskreises NRW führte uns in diesem Oktober nach Münster.
Untergebracht in der Manfred- von - Richthofen- Kaserne, startete das Wochenende am Freitagabend nach einer Stärkung am Mitbring- Buffet, mit der JAK-Vollversammlung. Nachdem die wichtigsten Themen der letzten Zeit und neue Termine besprochen waren, klang der Abend im „Heimbetrieb“ der Kaserne gemütlich aus.

Begleitet von strahlendem Sonnenschein konnte dann am Samstagmorgen in einen ereignisreichen Tag gestartet werden. Nach dem gemeinsamen Frühstück machten sich JAKies und Workcampteilnehmer, deren Nachtreffen zeitgleich mit dem Herbstreffen stattfand, zu Fuß auf den Weg zur „Villa ten Hompel“.
Vor Ort hieß uns ein Aufsteller mit Begrüßungstext willkommen und wir wurden von Stefan Querl und seinem Team in dem geschichtsträchtigen Gebäude sehr herzlich empfangen. Nach einer Begrüßungsrunde teilte sich die Großgruppe mit Hilfe von kleinen Schoko- Willkommensgrüßen auch schon in Kleingruppen, in denen sich alle Snickers-, Mars-, Dove- und Milky Way- Liebhaber zusammenfanden.
In den gemischten Gruppen ging es dann erstmal durch die Villa und wir erfuhren von ihrer geschichtlichen Bedeutung in der Zeit des Nationalsozialismus: Seit 1940 hatte die Ordnungspolizei hier ihren Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen. Anhand von Fotos, alten Dokumenten und Originalzeugnissen dieser Zeit wurde Geschichte greifbar gemacht.
Zu überraschenden Ergebnissen, Diskussionen, und nachdenklichem Schweigen kam es, nachdem die Kleingruppen verschiedene Thesen zum Thema, mit Klebepunkten bewerten sollten, die z.B. waren: „Ausländer nehmen Deutschen hier im Lande Arbeitsplätze weg.“, „Am Nationalsozialismus war nicht alles schlecht“, „Ich bin stolz auf mein Heimatland“…
Einen weiteren Themenschwerpunkt am Nachmittag bildete die zweite Dauerausstellung des Hauses, zum Thema Wiedergutmachung und Entschädigungszahlungen. Mit einem kurzen Filmausschnitt wurde uns verdeutlicht, dass es ein langer Kampf für die Opfer um Gerechtigkeit und Entschädigungen war.

Im Anschluss an unser Programm in der Villa ten Hompel, wurde Münster noch mit Hilfe eines Stadtspiels erkundet. Der Wettergott war auf unserer Seite und so konnten vier Gruppen ihre Fragen im herrlichsten Herbstwetter lösen und Münsters schönste Seiten im Sonnenschein entdecken. Wieder zurück in der Kaserne wurde sich erstmal mit Pizza gestärkt, bevor der Samstagabend ganz im Zeichen der diesjährigen Workcamps stand.
Es wurden Highlights und lustige Anekdoten geteilt und auch für weitere Ideen und Verbesserungsvorschläge gab es ausreichend Raum. Zum Abschluss des Abendprogramms konnten sich alle Beteiligten noch über einen Film freuen, der im Workcamp in Riga entstanden war.
Am nächsten Morgen war bei manchen nicht zu übersehen, dass der gemütliche Ausklang des Samstagabends noch bis in die frühen Morgenstunden ausgedehnt worden war. Nichtsdestotrotz fanden sich alle pünktlich zu einem gemeinsamen Abschiedsfrühstück ein und das Wochenende konnte nach dem Aufräumen einen gelungenen Abschluss finden.
Kerstin Freudenreich
Letzte Aktualisierung: Sonntag, 30.07.2017, 14:48 Uhr