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JAK Herbstreffen 2016, 23.-25.09.2016
Vom 23.9.2016 bis zum 25.9.2016 fand unser diesjähriges Herbstreffen in Essen-Steele statt. Die Jakies haben sich im Vorfeld einen Arbeitseinsatz gewünscht, weshalb wir einen auf dem Parkfriedhof in Essen organisierten.
Freitagabend war es soweit, wir trafen uns im Grendhaus. Die Jakies hatten teilweise lange Anreisen mit dem Auto, Zug oder Bus hinter sich. Aufgrund dessen war der Hunger natürlich groß, aber die Laune dennoch bestens. Wir begannen wir unser Herbstreffen mit einem Mitbringbuffet. Jeder hat dafür gesorgt, dass das Buffet gut bestückt war. Von Salat über Baguette bis hin zu Kuchen war alles dabei und jeder konnte sich satt essen. Anschließend fand der formelle Teil des Abends statt, unsere Mitgliederversammlung. Viele wichtige Dinge wurden beschlossen, wie bspw. die Planung der JAK-Treffen im Jahr 2017. Danach saßen wir noch gemütlich zusammen und unterhielten uns lang und ausgelassen.
Nach einer kurzen Nacht wachten wir, zwar etwas müde, aber sehr motiviert auf. Wir begannen den Morgen mit einem gemeinsamen Frühstück. Gut gestärkt machten wir uns wenig später in Richtung Parkfriedhof auf. Nach kurzer Fahrt mit der Straßenbahn trafen wir vor der enormen Eingangshalle des Parkfriedhofs auf den Abteilungsleiter für Friedhöfe in Essen, Herrn Hüser, welcher uns über die aktuellen Schwierigkeiten der Friedhöfe in Essen aufklärte. Danach begaben wir uns zu den Kriegsgräbern, die unterschiedlichen Gräberflächen verteilt sind. Als FSJler hatte ich die Aufgabe übernommen, eine einleitende Führung über die Kriegsgräberstätten für die Jakies zu gestalten.
Danach holten wir die vom Friedhof bereitgestellten Arbeitsgeräte und begannen mit dem Schuften. Das gute Wetter war ein Segen und ein Fluch. Einerseits waren wir natürlich froh, dass es nicht regnete, andererseits kamen wir sehr schnell ins Schwitzen. Mit einigen Pausen zwischendurch ließ sich die Hitze aber aushalten.
Nach der Hälfte der Arbeit besuchte uns die Tageszeitung WAZ, die einen Bericht über das FSJ beim Volksbund schreiben wollte. Neben mir kamen auch unsere ehemaligen FSJlerinnen Nadine Karimanovic und Jennifer Kluth zu Wort.
Beim Arbeitseinsatz schafften wir insgesamt sehr viel. Die Gräberreihen wurden von Bodendeckern befreit und frischer Rasen wurde eingesät. Außerdem wurden viele Gräber von Efeu befreit, sodass die Namen der Kriegstoten wieder gut erkennbar sind. Das Ergebnis unserer Arbeit konnte sich sehen lassen und wir konnten durchaus stolz darauf sein.
Auf dem Weg zur Haltestelle merkten dann auch alle ihre Erschöpfung. Manche freuten sich darauf, sich in ihr Bett fallen zu lassen, andere freuten sich auf einen Snack in der Unterkunft. Wieder im Grendhaus angekommen, hatten wir zwei Stunden zu unserer freien Verfügung. Danach sollte es zum Zechenfest auf die Zeche Zollverein gehen, welche Industriemerkmal und UNESCO-Weltkulturerbe ist.
Den meisten merkte man aber immer noch ihre Erschöpfung vom Vormittag an. Nach einer halbstündigen Fahrt kamen wir an der Zeche Zollverein an. Das Zechenfest war gut besucht und die Musik war bis auf die Straße zu hören. Doch die Musik entsprach nicht allen Geschmäckern der Jakies. Außerdem sah man den meisten ihre Müdigkeit an. Wir saßen zusammen, unterhielten uns und lauschten der Musik. Da nach ein paar Stunden jeder seine Knochen spürte, beschlossen wir, zurück ins Grendhaus zu fahren. Auch das großangekündigte Feuerwerk ließen wir ausfallen, da jeder nur noch ins Bett wollte.

Wieder in der Unterkunft angekommen knurrten unsere Mägen und wir bestellten Pizza für alle. Nach dem Essen unterhielten wir uns noch etwas und jeder konnte anschließend wohlverdient in sein Bett fallen.
Am Sonntag frühstückten wir alle gemeinsam und begannen danach direkt mit dem Aufräumen, da wir die Unterkunft früh verlassen mussten. Wieder packte jeder mit an, sodass wir schnell fertig waren. Anschließend verabschiedeten sich alle voneinander und jeder machte sich wieder auf den Weg Richtung Heimat.
Es war ein anstrengendes aber sehr schönes Wochenende, sodass man sich jetzt schon wieder auf das Weihnachtscafé im Dezember freuen kann.

Jan Rottmann
Freiwilliger im sozialen Jahr
Letzte Aktualisierung: Sonntag, 30.07.2017, 14:48 Uhr